Das Schulprogramm

Das Schulprogramm der Carl-Gittermann-Realschule Esens

Stand: 11.2013

Das Nachmittagsangebot

Die Familiensituationen und die Lebensbedingungen der Kinder und Jugendlichen im Einzugsbereich der Carl-Gittermann-Realschule haben sich in den letzten Jahren gravierend verändert. In immer mehr Familien fällt es Jugendlichen schwer, Orientierungshilfen und Lebensziele zu finden. Auch eine sinnvolle Freizeitgestaltung bereitet vielen Probleme. Erziehungsberechtigte, darunter mit zunehmender Tendenz Alleinerziehende, haben mittags und nachmittags wenig oder gar keine Zeit für ihre Kinder, weil sie sich um den Lebensunterhalt kümmern müssen.

Hier unterstützt unsere Schule in Kooperation mit der Herbert-Jander-Schule die Familien mit der Möglichkeit, in der Schule zu Mittag zu essen, und mit dem Nachmittagsangebot.

In der Mensa kann nach dem Ende des Vormittagsunterrichts ein täglich wechselndes, preiswertes Mittagessen eingenommen werden, dessen Kosten gegebenenfalls durch das Programm Bildung und Teilhabe teilweise übernommen werden. Den danach verbleibenden Eigenanteil der Schüler übernimmt der Landkreis Wittmund.

In den Arbeitsgemeinschaften können über den Pflichtunterricht der Halbtagsschule hinaus Interessen entwickelt und gepflegt oder neue Hobbys entdeckt werden. Einen breiten Raum nehmen dabei regelmäßig die Sportangebote (zum Beispiel Fußball für Mädchen und Jungen, Handball, Basketball, Reiten, Training im Fitnessstudio, Tennis, Line Dance, Irish Stepdance usw.) ein, gilt es doch, Bewegung ins Leben der Kinder und Jugendlichen zu bringen, um ihre Gesundheit, Koordination und auch faires – eben sportliches – Verhalten zu fördern.

Einen weiteren Bereich bilden die kreativen und musischen Angebote (zum Beispiel Schulband, Töpfern, Zeichnen).

Dieses breite Angebot lässt sich nur mit Hilfe der motivierten Ganztagskräfte, die die überwiegende Zahl der genannten Kurse leiten, und der eingebundenen außerschulischen Veranstalter realisieren.

Wenn Schülerinnen und Schüler die Mittagspause zwischen Unterrichtsende und Nachmittagskursbeginn ohne Hilfe für Hausaufgaben nutzen möchten, können sie das in der Ruhezone in/vor der Bücherei unter Aufsicht tun.

Für diejenigen, die Unterstützung bei den Aufgaben brauchen, gibt es die nachmittags stattfindenden zusätzlichen Fördermaßnahmen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch beziehungsweise die Hausaufgabenbetreuung. Lehrkräfte der Schule führen diese Kurse durch. Es ist uns wichtig, auch in diesem Bereich, ausreichende Angebote zu machen, um den Schülerinnen und Schülern qualifizierte Hilfen zu geben, Defizite ab- und neue Motivation für den Fachunterricht aufzubauen, damit schulische Erfolgserlebnisse für alle ein erreichbares Ziel werden.

Das Sportangebot

Die Carl-Gittermann-Realschule, offizielle Partnerschule des SV Werder Bremen, bietet ihren Schülerinnen und Schülern ein umfangreiches Sportangebot. Allem voran steht der obligatorische Sportunterricht der Klassen 5 bis 10 in einem zeitlichen Umfang von 2 Schulstunden pro Woche. Die Schülerinnen und Schüler werden von den verantwortlichen Lehrkräften koedukativ im Klassenverband unterrichtet. Dabei kooperieren Jungen und Mädchen gemeinschaftlich in den einzelnen Sportdisziplinen und bringen ihre individuellen Stärken mit ein.

Für einen abwechslungsreichen und bewegungsorientierten Sportunterricht steht den Schulklassen ein großzügiges Angebot an Sportanlagen in unmittelbarer Nähe zum Schulgelände zur Verfügung. Im Zentrum steht die gut ausgestatte und 2010 sanierte Dreifachturnhalle, die zusätzlich über einen separaten Gymnastikraum verfügt. Für den Schwimmunterricht nutzen die fünften Klassen außerdem das Schwimmbad des niedersächsischen Internatsgymnasiums und können in diesem Rahmen unterschiedliche Schwimmabzeichen absolvieren. Im Freien haben die sporttreibenden Klassen die Wahl zwischen dem Stadion an der Peldemühle mit großzügigen Leichtathletikanlagen, dem Kunstrasenfußballplatz neben der Dreifachhalle und zwei weiteren Rasenplätzen hinter der Dreifachhalle. Dieses umfangreiche Angebot an Sportstätten sorgt dafür, dass auch bei der parallelen Nutzung der Anlagen durch mehrere Schulklassen stets genügend Bewegungsraum vorhanden ist.

Schwerpunkte innerhalb des Sportunterrichts sind nicht allein die „großen“ Sportspiele wie Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Hockey und Baseball. Darüber hinaus werden auch viele Individualsportarten wie Badminton, Leichtathletik, Schwimmen, Akrobatik, kleine Kämpfe, Geräteturnen sowie viele weitere kleine Spiele und Spielformen vermittelt, die zur Entwicklung bzw. Förderung von konditionellen, motorischen und sozialen Kompetenzen hilfreich sind. Die Schüler können daneben verschiedene Qualifikationen wie Laufabzeichen, Bundesjugendspiele, usw. innerhalb der Schuljahre erwerben und erweitern.

Höhepunkte aus sportlicher Sicht sind aber vor allem die verschiedenen Sportturniere, die sich über das gesamte Schuljahr verteilen. Für die jüngeren Klassen werden jedes Jahr sowohl Brennballturniere und ein „Takeshis Castle“ Turnier innerhalb der gleichen Jahrgänge durchgeführt. Ebenso wird eine Leichtathletikolympiade für die 5. und 6. Klassen im Stadion an der Peldemühle organisiert. Die höheren Klassen messen sich untereinander beim Fußball- und Volleyballturnier und nehmen zum Abschluss des Schuljahres an einem großen Sportfest auf den Sportanlagen in Bensersiel teil.

Neben den schulinternen Turnieren gibt es aber auch mehrere Schulmannschaften, welche die Carl-Gittermann-Realschule auf schulübergreifenden Turnieren vertreten. In diesem Rahmen erfolgt unter anderem eine regelmäßige Teilnahme am „Barmer-Cup“ (Fußball), dem Dornumer Cup (ebenfalls Fußball) und „Jugend trainiert für Olympia“. Zudem gibt es eine Vielzahl an Turnierangeboten, die bei Interesse der Schüler wahrgenommen werden können. Dank der Unterstützung des Förderverein Esens wurde unsere Schule mit einem neuen Trikotsatz für die teilnehmenden Schüler ausgestattet.

Ergänzt wird der Sportunterricht durch ein umfassendes Sportangebot im Rahmen des Ganztagsschulbetriebes. In den Nachmittagskursen können die Schülerinnen und Schüler ihren individuellen Interessen und Stärken entsprechend aus einem breiten Angeboten wählen (s.o.).

Eine genauere Beschreibung der Ganztagsangebote erhalten die Schüler zu Beginn jeden Schulhalbjahres in Form eines Programmhefts. Die Irish Stepdance AG unter der Leitung von Joachim Hoppe verdient besondere Aufmerksamkeit. Durch intensives Training und viel Engagement haben es die Gruppen auf ein außerordentliches Niveau im Gebiet der irischen Volkstänze gebracht. Sowohl auf größeren Showveranstaltungen, als auch auf internationalen Wettkämpfen demonstrieren die Schülerinnen und Schüler mit viel Erfolg ihr Können.

Wie eingangs erwähnt, ist die Carl-Gittermann-Realschule eine offizielle Partnerschule des SV Werder Bremen. Im Rahmen dieser Partnerschaft profitiert die Schule von den Angeboten und Projekten, die ein großer Sportverein wie der SV Werder Bremen bietet.

Neben einem kostenlosen Stadionbesuch zu einem Heimspiel des SV Werder Bremen ermöglicht die Partnerschaft kooperative Veranstaltungen aus den Bereichen Sport, Gesundheit, Ernährung, Fitness und Fairplay.

Das Methodenkonzept

Die Methodentrainingseinheiten, die an der Schule einerseits als Projekttage durchgeführt werden und andererseits in den schulinternen Arbeitsplänen verankert sind, dienen dazu, den Schülerinnen und Schülern Arbeitstechniken vorzustellen, diese einzuüben und langfristig selbständiges Arbeiten zu fördern. Mit der konsequenten Durchführung dieser Methodentrainingstage und der regelmäßigen Anwendung der Arbeitstechniken sollen die Schülerinnen und Schülern immer besser in die Lage versetzt werden, ihre fachlichen Aufgaben in der Schule und zu Hause selbstständig auszuführen und zu organisieren.

Den Eltern wird das Methodentrainingsprogramm zu Beginn der Schulzeit auf den Elternabenden der 5. Klassen vorgestellt, weitere Informationen erfolgen dann auch auf den Elternabenden zu Beginn der folgenden Schuljahre.

Alle Klassen bearbeiten an den Projekttagen aufeinander aufbauende Bausteine, in denen die Reflexion des eigenen Lernverhaltens (z. B. Hausaufgabenheft, Lerntypen, Zeitdiebe, Zeitplanung), das Strukturieren des Lernstoffs (z. B. Mind-maps, Lesetechniken, Klassenarbeiten), Strategien für selbstständiges Lernen (z.B. Informationsbeschaffung, Gruppenarbeit, Prüfungsvorbereitung) und die Präsentation des Gelernten (z. B. Mappenführung, Referate) im Mittelpunkt stehen. Die Projekttage umfassen in der Regel vier bis sechs Unterrichtsstunden. Die Arbeit am Methodentag liegt, soweit das stundenplantechnisch möglich ist, in der Hand der Klassenlehrkräfte, mit denen die Klassen die einzelnen Themen erarbeiten.

Über die schulinternen Arbeitspläne der verschiedenen Fächer, in denen die Bausteine des Methodentrainings aufgeführt sind, werden alle Fachlehrkräfte darüber informiert, welche Bausteine bisher erarbeitet wurden, also angewendet werden können. Außerdem sind die besonders für die Einheit wichtigen oder geeigneten Arbeitstechniken hervorgehoben. Auf diese Weise kann durch regelmäßige weitere Anwendung im Unterricht der verschiedenen Fächer für Übung und Festigung gesorgt werden.

Das Förderkonzept

Zu Beginn der fünften Klasse werden alle neuen Schülerinnen und Schüler in den Langfächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie Motorik überprüft. Wenn vom Gesundheitsamt, das sich darüber hinaus an der Überprüfung beteiligt, Probleme beim Hören und Sehen festgestellt werden, erhalten die Eltern darüber eine gesonderte Rückmeldung, damit sie gegebenenfalls beim Arzt vorstellig werden können.

Die Förderung im Bereich Motorik ist zu Beginn der fünften Klasse in den Sport-, Kunst-, Textil- und Werkunterricht integriert, sofern es darum geht, Entwicklungslücken zu schließen. Weitergehender Bedarf wird den Eltern mitgeteilt mit der Zielsetzung, Ergotherapeuten und Kinderärzte zu Rate zu ziehen.

Ansonsten werden mit den Eltern Ergebnisse besprochen und aufgrund der Lernausgangslage Fördergruppen in Deutsch, Mathematik und Englisch eingerichtet, in denen grundlegende Defizite aufgearbeitet werden sollen. In den Klassen 5 sind die Schülerinnen mit je einer Wochenstunde Deutsch, Mathematik und Englisch pro Jahrgang versorgt.

Die Arbeitsergebnisse aus dem laufenden Unterricht werden im Verlauf des Schuljahres und des Unterrichts im Hinblick auf weiteren Förderbedarf ausgewertet, so dass im Laufe der Zeit die Teilnahme an Fördergruppen zu bestimmten Themen immer wieder nach Notwendigkeit angeboten wird. Die Übung eines bestimmten Bereiches umfasst in der Regel zwischen fünf und acht Wochen. Die Themen orientieren sich an den Arbeitsthemen im Regelunterricht, insofern wird unterrichtsbegleitend gearbeitet. Die Reihenfolge, in der die Themen im Förderunterricht angeboten werden, ist auf die Stoffpläne der Fächer des Jahrgangs bezogen. Das Material, das für den Förderunterricht zur Verfügung steht, bietet viele Übungen und Wiederholungen.

Die Eltern erhalten eine Mitteilung über geplante Fördermaßnahmen und entscheiden über die Teilnahme oder Nichtteilnahme am Förderunterricht. Die Erledigung von Hausaufgaben und Mitarbeit werden vorausgesetzt, um Ziele erreichen zu können. Eine grundsätzliche Berechtigung für jede Schülerin und jeden Schüler, den Förderunterricht zu besuchen, gibt es daher nicht. Nach einem absolvierten Förderkurs bekommen die Schülerinnen und Schüler bzw. die Eltern eine Rückmeldung über die Teilnahme am Förderunterricht.

Innerhalb des Klassenunterrichts der fünften Klassen wird darüber hinaus zu Beginn der Schulzeit an der Carl-Gittermann-Realschule ein intensives Lesetraining durchgeführt. Mit dieser Maßnahme wollen wir die Fähigkeit fördern, richtig und sinnentnehmend zu lesen, da Mängel in der Lesefähigkeit in allen Fächern negative Auswirkungen haben und den schulischen Erfolg erheblich gefährden.

Auch im Jahrgang 6 erhalten unsere Schülerinnen und Schüler eine Wochenstunde Förderunterricht in Deutsch, Englisch und Mathematik. Die Auswertung von Klassenarbeiten und sonstigen Arbeitsergebnissen dienen als Grundlage für die Einteilung in Fördergruppen zu bestimmten Themen.

Über diese Fördermaßnahmen hinaus wird eine Kleingruppenförderung für Kinder mit festgestellter Rechtschreibschwäche angeboten, an der Schülerinnen und Schüler aus Klasse 5 und 6 jahrgangsübergreifend teilnehmen können.

In den Jahrgängen 7, 8 und 9 werden Angebote zur Förderung einzelner Bereiche wie Mathematik, Englisch, Deutsch innerhalb des Ganztagsschulprogramms über die Hausaufgabenbetreuung gemacht.

Zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen, aber auch um grundlegende Themen zu wiederholen, erhalten die Klassen 10 in Mathematik im ersten Halbjahr und im Fach Englisch im zweiten Halbjahr eine zusätzliche Stunde.

Für Schülerinnen und Schüler, die das Gymnasium besuchen wollen, steht in Englisch Material zur Verfügung, mit dem die Betreffenden selbständig zusätzlich arbeiten können.

Sozialtraining

Mit dem Sozialtraining, in dem das gemeinsame Arbeiten in einer Gruppe besonders wichtig ist, sollen eine gute/bessere Klassengemeinschaft gefördert, die Eigenverantwortlichkeit der Einzelnen gestärkt und die Schüler dazu gebracht werden, ihre Klasse als Team wahrzunehmen, in dem jede/r Grundregeln akzeptieren und einhalten und seine Aufgabe erfüllen muss, damit dieses Team auch funktionieren und unterstützend für jeden Einzelnen wirken kann: Die wichtigen Stichworte heißen: Kommunikation und Kooperation.

Das Training beginnt in der fünften Klasse mit einem Vormittag oder einem ganzen Tag im Jugendzentrum, wo die Gruppen unter Leitung der Sozialpädagogin Anja Funk-Janssen arbeiten. Die Klassenlehrkräfte setzen das Sozialtraining mit einer Stunde in der Woche in den Verfügungsstunden fort. Themenschwerpunkte, die überwiegend in spielerischer Form in Gruppen bearbeitet werden, sind das Respektieren anderer Menschen, höfliches Verhalten, Zuhören, Aussprechenlassen, das Einhalten von Vereinbarungen und Regeln, Kritikakzeptanz, Bitten um Hilfe, Einsatz für Schwächere und Teilen. Ganz praktisch gehören auch Übungen zum Aufbau von Gruppentischen oder der Sitzordnung für eine Klassenarbeit sowie das schnelle Umräumen in den Stuhlkreis dazu. Da die Schulregel lautet: „Jede/r arbeitet mit jeder/m zusammen“, muss auch immer wieder daran gedacht werden, dass Jungen und Mädchen abwechselnd sitzen, soweit die Schülerinnen- und Schülerzahlen das zulassen.

In den sechsten Klassen werden die Stunden für das Sozialtraining in sechs Projekttagen pro Jahr zusammengefasst, an denen die Themen aus der fünften Klasse vertieft und erweitert werden. Zum Sozialtraining gehört weiterhin die Teilnahme des Jahrgangs 6 am Nichtraucherprogramm „Be smart – don’t start“, das fächerübergreifend auch in den Bereich Gesundheitserziehung gehört.

In Klasse 7 steht neben der Weiterführung der Themen aus den beiden vorhergehenden Jahrgängen vor allem an, den Jugendlichen zu vermitteln, dass sie Standpunkte einnehmen, „Nein“ sagen lernen, wenn es um Alkohol oder Rauchen geht. Auch in verschiedenen Bereichen des Fachunterrichts spielen Ich-Botschaften, Kooperationsnotwendigkeiten, Reflexionen über Entscheidungen und Urteilsbildung eine Rolle. Neben diesen Fachunterrichtsanteilen werden drei Termine im zweiten Halbjahr der siebten Klasse eingeplant.

Parallel dazu steht die Einführung in das Thema Zielvereinbarungen auf dem Programm der siebten Klassen. Bezogen auf Berufsvorbereitung, aber auch auf die grundsätzliche Fähigkeit, sich selbst Ziele zu setzen, die Verantwortung für das Erreichen oder die Arbeit daran allein zu übernehmen, in kleinen Schritten an Zielen arbeiten zu können und einschätzen zu können, wie erfolgreich die Arbeit verläuft, üben die Schülerinnen und Schüler zunächst, persönliche Ziele zu erkennen und erreichbar zu formulieren. Dann sollen individuelle Ziele festgelegt und ihr Erreichen überprüft werden.

Mit sechs Terminen im Schuljahr führt die achte Klasse die Themen der vorigen Jahrgänge fort: Kooperation und das verantwortungsbewusste Arbeiten an eigenen Zielen stehen nach wie vor im Mittelpunkt. Zusätzlich geht es im Sozialtraining des achten Jahrgangs auch um die Bereitschaft Kompromisse zu suchen.

Neben den Einführungstagen im Jugendzentrum steht Anja Funk-Janssen im Bedarfsfall mit zusätzlicher Unterstützung zur Verfügung, wenn sich besondere Probleme in einzelnen Lerngruppen ergeben.

Das gilt auch für unsere Beratungslehrerin, die sowohl einzelnen Schülerinnen und Schülern, Schülergruppen oder Klassen wie Lehrkräften hilft, schwerwiegende Probleme im Umgang miteinander zu bearbeiten.

In den einzelnen Klassen sind die üblichen Klassendienste und der Mülldienst aelbstverständlich ein kleiner Teil des Sozialtrainings: Jede/r übernimmt anteilig Aufgaben für die Gemeinschaft.

Um die Eigenverantwortung der Schülerschaft weiter zu stärken, hat das Kollegium die Teilnahme am „buddy“-Programm beschlossen. Zurzeit nehmen Kollegiumsmitglieder der Schule an den Fortbildungen zum „buddy“-Programm teil und erarbeiten Möglichkeiten das Programm an der Schule einzuführen.

Berufsorientierung

Die Schule unterstützt steuernd die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 – 8 an der berufsorientierenden Maßnahme Zukunftstag für Mädchen und Jungen.

Im Jahrgang 8 beginnt der Wirtschaftsunterricht, der zur Zeit epochal unterrichtet wird.

Parallel wird den Schülern ab Klasse 8 aufsteigend das Projekt Jump angeboten. Jump steht für die Idee, Jugendlichen in Form von Seminaren bei der Berufsorientierung und –wahl zu helfen.Diese Seminare finden während der Unterrichtszeit statt und werden von externen Trainern geleitet.

Zudem wird im Jahrgang 8 ein dreitägiges Kompetenzfeststellungsverfahren durchgeführt. Die Schüler werden auf Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, personale Kompetenz und fachliche Basiskompetenzen überprüft. Die Ergebnisse werden mit den Schülern und auf Wunsch mit den Eltern besprochen.

Im Rahmen einer Kooperation mit der BBS Wittmund haben die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen an vier Tagen die Möglichkeit, zwei verschiedene Berufsfelder kennenzulernen.

In den Jahrgangsstufen 9 und 10 absolvieren die Schüler ein jeweils zweiwöchiges Betriebspraktikum, um weitere Orientierungshilfen zu erhalten. Ein anschließender Bericht hilft, die praktischen Erfahrungen zu bewerten. Die Schülerleistungen fließen in die Zensurengebung ein.

Im Rahmen des Wirtschaftsunterrichts stellt sich die Agentur für Arbeit vor. Die Agentur bietet Beratungsgespräche für Schüler in der Schule an.

Jährlich findet ein Informationsabend für Eltern und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 statt. Dort stellen sich weiterführende Schulen der Umgebung mit ihren Angeboten vor.

Die Wahlpflichtkurse

Klasse 5: Das eigentliche Wahlpflichtkurssystem beginnt an unserer Schule ab Jahrgang 7. Zur Vorbereitung auf das Wahlpflichtangebot und damit sich die Schülerinnen und Schüler ihrer individuellen Fähigkeiten bewusst werden, gibt es bereits im 5. Schuljahrgang einen halbjährlichen Unterricht in den Fächern:

  • Kunst
  • Textiles Gestalten
  • Gestaltendes Werken
  • Religion

Um den Unterricht effektiver durchführen zu können und um den Sicherheitsanforderungen zu genügen, wird die Lerngruppe in den Fächern Textiles Gestalten und Gestaltendes Werken jeweils geteilt, so dass je nach Klassenstärke die Kurse nicht mehr als 16 Schüler haben.

Klasse 6: Ab der 6. Klasse können alle Schülerinnen und Schüler die zweite Fremdsprache „Französisch“ erlernen. Sie wird vier Stunden die Woche unterrichtet. Alternativ zum Fremdsprachenangebot werden jeweils zwei halbjährlich wechselnde Kurse angeboten, die zwei Stunden pro Woche unterrichtet werden. Thematisch umfassen diese Kurse den ästhetisch-musischen, den gesellschaftswissenschaftlichen, den naturwissenschaftlichen Bereich, sowie Informatik.

Schülerinnen und Schüler, die nicht am Französischunterricht teilnehmen, besuchen pro Halbjahr zwei Pflichtkurse, die im Klassenverband unterrichtet werden und noch nicht frei wählbar sind.

Klasse 7/8: Für alle Schüler ab der 7. Klasse, die nicht am Französischunterricht teilnehmen, erfolgt in diesem Schuljahr die Einführung in das Kurswahlsystem. Dazu informieren die Lehrer zu Beginn des Schuljahres in Form einer schriftlichen Kurzvorstellung über ihren Kursinhalt und dessen Anforderungen. Jeder Schüler erhält diese Informationsbroschüre und kann sich zusammen mit seinen Eltern einen Überblick über das Kursangebot verschaffen. Nach Neigung, Fertigkeiten und Fähigkeiten wählen die Schüler anschließend jeweils zwei Kurse zu je zwei Wochenstunden. Da mehr Kurse angeboten werden als es Klassen gibt, ist die Kursstärke recht übersichtlich. Schüler arbeiten intensiv und vertiefend an ihrem gewähltem Themaund können individueller gefördert werden. Grundsätzlich wird in den Wahlpflichtkursen das selbstständige Arbeiten eingeübt und gefördert, wobei auf die bereits im Methodentraining eingeübten Handfertigkeiten wie die selbstständige Informationsbeschaffung oder das fachgerechte Anfertigen von Präsentationen zurückgegriffen wird. Durch die Wahlpflichtdifferenzierung entstehen neue Lerngruppen, so dass Schülerinnen und Schüler in neuen Lerngruppen zusammenarbeiten und lernen müssen. Dies fördert das „soziale Lernen“.

Das Angebot der Kurse ist sehr vielfältig und wird in der Regel fächerübergreifend unterrichtet. Es werden verschiedene Themen aus folgenden Fächern angeboten:

  • Erdkunde
  • Kunst
  • Geschichte
  • Chemie
  • Informatik
  • Technik
  • Hauswirtschaft
  • Deutsch
  • Physik
  • Biologie

Klasse 9/10: In den oberen Klassenstufen belegen die Französisch lernenden Schülerinnen und Schüler weiterhin mit vier Wochenstunden die zweite Fremdsprache. Alle anderen wählen für die zwei Jahre ein zweistündiges Profil aus den drei Bereichen Technik, Wirtschaft und Gesundheit u. Soziales. Einen weiteren Wahlpflichtkurs müssen diese Schülerinnen und Schüler wählen. Auch hier erfolgt eine Kurzvorstellung über Kursinhalte in schriftlicher Form.

Sprachbegabte oder an Fremdsprachen interessierte Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen des Wahlpflichtkurses „Geschichte bilingual“ die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse in einem Sachfach anzuwenden und auszubauen. Die Sprache wird dabei nicht als Lerngegenstand selbst begriffen, sondern ist Verständigungsmittel. Im Focus stehen die geschichtlichen Inhalte. Deshalb erfolgt die Leistungsbewertung ausschließlich auf der Grundlage der fachlichen Leistung. Thematisch liegt der Schwerpunkt auf der britischen Geschichte.

Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler in der Regel aus folgenden Fächern einen Kurs wählen

  • Physik
  • Kunst
  • Biologie
  • Chemie
  • Informatik
  • Erdkunde
  • Hauswirtschaft
  • Deutsch / Schülerzeitung

EDV-Unterricht

Derzeit gliedert sich der EDV-Unterricht in Grundlagen und spezielle Anwendungs-

Die fünften Klassen erhalten noch keinen EDV-Unterricht.

Ab den sechsten Klassen wird der Unterricht durchgängig bis zur zehnten Klasse als

Wahlpflichtkurs angeboten.

In den sechsten Klassen wird der Unterricht epochal und zweistündig (nicht als Doppelstunde) die Woche unterrichtet.Themen dieses Kurses sind die Geschichte der EDV:

  • wie ist die Elektronische Daten Verarbeitung entstanden
  • welche Entwicklungen gab es in den letzten 15 bis 20 Jahren
  • die einzelnen Funktionen des Computers

Die Schüler sollen lernen, Fachbegriffe mit Hilfe der Internetrecherche zu finden, diese zuordnen und erklären zu können. Gleichzeitig wird der Umgang mit dem Computer, den externen Geräten (Drucker, Beamer usw.) und dem Internet geübt und vertieft.

In den Jahrgängen 7 und 8 werden die Anwendungsprogramme Word und Excel von Microsoft im Unterricht erarbeitet. Dieser Unterricht findet zweistündig (als Doppelstunde) und ganzjährig statt.

Die Schüler sollen lernen, die sehr umfangreichen Programme anzuwenden und selbstständig mit dem Programm zu arbeiten. Dank der sehr guten Hilfefunktionen kann jeder Schüler auftretende Probleme mit diesem Tool selbständig lösen.

In den Jahrgängen 9 und 10 steht die Auseinandersetzung mit dem Internet und sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Youtube im Vordergrund. Hierbei wird auf die Entwicklung des Internet, von durch den Nutzer konsumierten Inhalten, bis hin zu einer Plattform, auf der der Nutzer als Prosument auftritt und selbst Inhalte im Internet zur Verfügung stellt, eingegangen. Es wird hierbei sowohl auf die Chancen als auch auf die Gefahren, die mit dieser neuen Freiheit verbunden sind, hingewiesen. Die mit dem Auftreten als Prosument auf Video-Plattformen, wie z. B. YouTube, entstehende Verantwortung wird in Form eines erweiterten Medienkurses erarbeitet. In diesem Medienkurs wird zudem besonderes Augenmerk auf das Urheberrecht und die damit verbundene rechtliche Problematik, insbesondere Veröffentlichungen im Internet, eingegangen.

Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die Auseinandersetzung mit Computergrundlagen und Computertechnik, da sie immer mehr Teil unseres Lebens werden. Hier setzen wir den Minicomputer RaspberryPI ein. Dieser Computer dient als Basis beim Erlernen der Computergrundlagen und -programmierung. Zudem befähigt und motiviert er Schülerinnen und Schüler sich mit Computertechnik auf verschiedenen Ebenen, zum einen als Consumer-Gerät und zum anderen als Entwicklungsplattform, auseinanderzusetzen.

Der deutsch-polnische Schüleraustausch

Die Carl-Gittermann Realschule Esens führt seit 1995 regelmäßig einen Schüleraustausch mit dem Gimnazjum Nr 24, einer polnischen Schule in Wroclaw (Breslau), durch.

Ziele des deutsch-polnischen Schüleraustausches sind das gegenseitige Kennenlernen und das gegenseitige Verstehen zu fördern, sowie das Verständnis füreinander zu verbessern und Vorurteile überwinden zu helfen. Die Schüler und Schülerinnen haben die Möglichkeit, Gleichaltrige und ihr alltägliches Leben in Freizeit und Schule kennen zu lernen, sowie die Geschichte und Gegenwart des Partnerlandes zu erforschen.

Der Austausch wird im 2-Jahres-Rhythmus durchgeführt. Die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen der 7. und 8. Klassen verständigen sich auf Deutsch und Englisch.

Die Vorbereitung auf den Austausch erfolgt im Rahmen einer wöchentlich stattfindenden Arbeitsgemeinschaft.

Inhalte des Kurses sind:

  • Informationen über Land und Leute
  • Geschichte Polens/Deutschlands
  • Vorbereitung des Programms

Während der Begegnung sind die Teilnehmer/innen in den Familien untergebracht, sie nehmen gemeinsam am polnischen/deutschen Schulunterricht sowie am jeweiligen Programm teil.

Das Programm in Polen beinhaltete in den vergangenen Jahren z.B. die Stadterkundung Wroclaws zu Fuß oder mit der historischen Straßenbahn, den Besuch der Philharmonie und der Oper, Tagesausflüge, den Besuch des Aquaparks und des Zoos, die Teilnahme am Schulfest, ein gemeinsames Grillen usw.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Projekte z.B. im künstlerischen oder hauswirtschaftlichen Bereich.

Zu den Veranstaltungspunkten des Programms in Esens zählten u.a. die Stadtrallye, der Empfang durch den Bürgermeister, der Besuch des Sielhafenmuseums in Carolinensiel, eine Kutterfahrt und der Aufenthalt auf der Insel Spiekeroog, die Wattwanderung und die Fahrt nach Bremen. Außerdem lernten die Gäste den ostfriesischen Nationalsport, das Straßenboßeln, kennen.